Spät am Abend war es so weit. Die Halle fing an zu beben als der Beat von „Can´t Hold Us“ durch die Boxen ertönte. Sebastian kam unter stürmischen Beifall in den Ring. Als die Hymnen abgespielt wurden, konnte man deutlich sehen, dass der „Hamburger Jung“ total auf „seinen“ nächsten Titel fokussiert war.

Der Gong zur ersten Runde erklang und Sebastian zeigte gleich, dass er ein klares Ziel vor Augen hatte. Er ging in die Offensive und setzte viele gute Treffer. Etwaigen Konterversuchen wich er mit absolut hohem Tempo aus. Die Runde ging ganz klar an Sebastian. Anders als in seinen ersten Profikämpfen, wo er noch wie ein wilder Löwe im Ring loslegte und seine Gegner einschüchterte, wirkte er heute in der ersten Runde ruhig und sachlich. Seine Aktionen wirkten allesamt klar.

In der zweiten Runde blieb das Bild unverändert. Sebastian boxte souverän und setzte mit einigen Schlagkombinationen erste harte Wirkungstreffer. Jeder Konterversuch von Robizon fiel der Geschwindigkeit von Sebastian zum Opfer.

In der dritten Runde boxte Sebastian weiterhin sehr beeindruckend. Dominant setzte er Akzente im Ring. Robinzon versuchte in dieser Runde mit wütenden Schlägen auf die Treffer zu Antworten. Er hatte kaum Erfolg. Im Gegenteil: Sebastian blieb in diesen Momenten besonnen und setzte weiterhin Treffer um Treffer. Seine Beinarbeit und auch die Ausweichmanöver mit dem Oberkörper wirkten im Vergleich zu vorherigen Kämpfen ausgereifter..

Runde 4 wurde intensiv. Robinzon, gebeutelt von vielen Treffern, versuchte sich gegen Sebastian zu behaupten, indem er zu provozieren versuchte. Sebastian blieb davon unbeeindruckt und kämpfte seinen Stil weiter. Er gewann auch diese Runde überlegen.

Robinzon versuchte in der nächsten Runde in die Offensive zu gehen. Er kassierte aber eine Vielzahl von Schlagkombinationen. Mit Gesten provozierend versuchte er deutlich zu machen, dass die Treffer keine Wirkung zeigten. Der nächste Treffer von Sebastian an die Schläfe des Gegners bewies jedoch das Gegenteil: Robinzon sank zusammen! KO Sieg in Runde 5! Sebastian ist wie ein Zug durch einen Tunnel gerast, mit dem Ziel WM-Titel. Er bestimmte den Kampf die gesamte Zeit und strahlte eine Sicherheit und Dominanz aus. Der Titel ist mehr als verdient gewonnen.