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Nach insgesamt 11 Kämpfen, bei denen es auch zweimal um den GBC WM Titel ging, war es um 22:30 endlich so weit, der Hauptkampf des Abends stand an: Sebastians Chance auf den GBC Interconti Titel im Superweltergewicht. Pietro D’Alessio, ein gebürtiger Italiener, der mit einem Alter von 38 Jahren einiges an Erfahrung in die Waagschale warf, machte einen fitten Eindruck.

Sebastian schien auf den Punkt hin körperlich topfit zu sein und auch mental wirkte er voll auf den Kampf fokussiert. Mit tosendem Applaus wurde Sebastian begrüßt und nach dem Abspielen der beiden Hymnen ging es los. In den ersten Runden zeigte sich einmal mehr die unglaubliche Geschwindigkeit von Sebastian im Ring. Mit gezielten Schlägen konnte Sebastian schnell einige Treffer beim Gegner landen. Den Konterschlägen des agil wirkenden D’Alessio konnte er dank blitzschneller Reflexe größtenteils ausweichen. Eine Vielzahl von Treffern sicherte Sebastian einen klaren Vorsprung nach Punkten in den ersten vier Runden. Sich selbst als den „Showmann“ titulierend, provozierte D’Alessio ab Runde 5 verstärkt durch Gestik und Mimik. Trotz der Schauspieleinlagen gab es an der sportlichen Leistung des Italieners nichts auszusetzen. Sebastian blieb aber konzentriert und boxte energisch seinen Stil. Auffallend schnell und spritzig war er im Ring unterwegs, so dass er viele Schläge austeilen konnte, selbst aber kaum getroffen wurde.

Wer nun annahm, Sebastians kraftaufwendiger Kampfstil würde ihn müde machen, wurde in der 7. Runde eines besseren belehrt. Während D’Alessio langsam erschöpft wirkte, blieb Sebastian weiterhin zielstrebig und souverän. Bisher gingen alle Runden klar an Sebastian. In der 8. Runde versuchte D’Alessio den Hamburger Jung mit einer Vielzahl von Schauspieleinlagen aus dem Konzept zu bringen. Angetrieben von der guten Atmosphäre in der Halle bearbeitete Sebastian weiter in aller Ruhe seinen Gegner mit harten Schlägen auf Körper und Kopf.

In den letzten beiden Runden versuchte D’Alessio noch mit wilden Aktionen zum Lucky Punch zu kommen, jedoch war Sebastian zu stark. Zu keiner Zeit ließ sich Sebastian von seinem Kampfplan abbringen und hat mit vollem Einsatz klar nach Punkten gewonnen.

Mit drei klaren Wertungen (100:90/100:90/99:91) besiegt Sebastian seinen Gegner deutlich und trägt nun den Interconti Titel. Seine Bilanz im Profiboxen 8(6)/0/0 ist weiterhin makellos und dieser Kampf gegen einen elf Jahre älteren Gegner dürfte Sebastian auch einiges an Erfahrung gebracht haben.

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